
Vulcan Energy setzt Spatenstich für zweiten Bohrplatz Trappelberg des Lionheart-Projekts
Karlsruhe, 13. März 2026. Vulcan Energy hat gestern den offiziellen Spatenstich für den Bohrplatz Trappelberg auf der Gemarkung Rohrbach, nahe Landau, gesetzt. Der Standort ist nach Schleidberg der zweite neue Bohrplatz, den das Unternehmen im Rahmen des Lionheart-Projekts errichtet und ein zentraler Baustein für die zukünftige klimaneutrale Wärmeversorgung der Stadt Landau und der Region. An der Veranstaltung nahmen Vertreterinnen und Vertreter der Ortsgemeinde Rohrbach, der Verbandsgemeinde Herxheim und umliegenden Gemeinden teil. Sie teilten ihre Unterstützung für das Projekt mit und setzten mit den Vertretern von Vulcan den ersten symbolischen Spatenstich.
Thomas Kienzler, Ortsbürgermeister der Gemeinde Rohrbach, kommentierte im Rahmen der Veranstaltung: „Für uns als Gemeinde bedeutet das vor allem eines: Wir sind Teil eines Zukunftsprojekts. Ein Projekt, das zeigt, dass innovative Technologien, wirtschaftliche Entwicklung und Klimaschutz zusammen funktionieren können.“
Bereits im Vorfeld hatte Vulcan am Trappelberg wichtige vorbereitende Arbeiten abgeschlossen. Dazu zählt unter anderem die Errichtung einer tiefen Grundwassermessstelle, die die oberflächennahen Aquifere überwacht und den Schutz der Grundwasserhorizonte, während der Bau‑ und Bohrarbeiten sicherstellt. Diese Messstellen sind ein wesentlicher Bestandteil der geologischen und sicherheitstechnischen Vorbereitung für den späteren Tiefbohrbetrieb.
Am Bohrplatz Trappelberg wird die Wärme der geförderten Thermalsole zunächst über einen Wärmetauscher auf einen geschlossenen Industriewasserkreislauf übertragen. Dieses erwärmte Industriewasser kann direkt vor Ort ausgekoppelt und bei Bedarf zur klimaneutralen Wärmeversorgung der Gemeinde Rohrbach genutzt werden.
Über Pipelines werden sowohl die Thermalsole als auch das Industriewasser zwischen den Bohrstandorten und der zentralen Geothermie- und Lithiumextraktionsanlage (G-LEP) am Standort D12 in Landau transportiert. Dort wird die Wärme des Industriewassers für die Versorgung der Fernwärmenetze der ESW und zusätzlich zur Stromproduktion durch eine ORC-Anlage genutzt.
Parallel dazu wird die abgekühlte, lithiumhaltige Sole in die Lithiumextraktionsanlage geleitet und das enthaltene Lithium extrahiert, bevor die lithiumarme Sole wieder in das geothermische Reservoir zurückgeführt wird. Das in Landau gewonnene Lithium wird anschließend in der Zentralen Lithiumanlage (CLP) in Frankfurt‑Höchst zu Lithiumhydroxid‑Monohydrat (LHM) weiterverarbeitet.
Der Start der Bohrarbeiten am Trappelberg ist für das zweite Halbjahr 2026 geplant. Schleidberg und Trappelberg sind zwei von fünf neuen Bohrstandorten, die Vulcan in der Region erschließen wird.
Am Bohrplatz Schleidberg konnte Vulcan bereits positive Ergebnisse aus der ersten Bohrung bekanntgeben. Bei einem Produktionstest konnte der hohe Lithiumgehalt sowie die Leistungsfähigkeit des Reservoirs gemäß der Ressourcenabschätzung für das Lionheart-Projekt bestätigt werden. Seit Februar laufen dort zudem die Arbeiten an der zweiten Bohrung LSC-2 planmäßig weiter.
Thorsten Weimann, Chief Development Officer & Geschäftsführer der Vulcan Energie Ressourcen GmbH, kommentiert: „Der Spatenstich am Trappelberg ist ein wichtiger Schritt bei der Weiterentwicklung unseres Lionheart-Projekts. Mit dem neuen Bohrplatz erschließen wird das geothermische Reservoir weiter und schaffen die Grundlage für eine klimaneutrale Wärmeversorgung für die Region und eine nachhaltige Lithiumproduktion in Europa.“
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